Unternehmensinsolvenzen 2026: Welche Branchen besonders betroffen sind

Die Insolvenzwelle in Deutschland reißt nicht ab. Im Jahr 2025 haben in Deutschland 24.064 Unternehmen Insolvenz angemeldet – ein Anstieg von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 40 Prozent der betroffenen Unternehmen waren zum Zeitpunkt der Insolvenz mindestens acht Jahre am Markt. Diese Zahlen zeigen: Es trifft längst nicht mehr nur Neugründungen oder wirtschaftlich schwache Betriebe. Ifm-bonn

Welche Branchen sind besonders gefährdet?

Die meisten Insolvenzanträge entfielen auf das Baugewerbe, den Handel sowie den Bereich der freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen. Gemessen an der Insolvenzhäufigkeit je 1.000 Bestandsunternehmen ragt der Bereich Verkehr und Lagerei mit 13,2 Fällen besonders heraus. Auch das Gastgewerbe und die Industrie bleiben stark belastet. Ifm-bonn

Was sagen die aktuellen Zahlen für 2026?

Im Januar 2026 wurden 1.919 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert – ein Anstieg von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Forderungen der Gläubiger summierten sich auf rund 3,1 Milliarden Euro. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 5,3 Milliarden Euro bedeutet dabei nicht zwingend eine Entspannung: Er zeigt lediglich, dass weniger wirtschaftlich bedeutende Großunternehmen betroffen waren – dafür trifft es verstärkt kleine und mittlere Betriebe. Wortfilter

Was bedeutet das für Gläubiger und Geschäftspartner?

Steigende Insolvenzzahlen bedeuten für Gläubiger, Lieferanten und Geschäftspartner ein erhöhtes Forderungsausfallrisiko. Frühzeitiges Handeln ist entscheidend: Wer Warnsignale erkennt und rechtzeitig rechtliche Schritte einleitet, sichert seine Position im Insolvenzverfahren deutlich besser ab.

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Quellen: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn), Statistik Unternehmensinsolvenzen 2025, ifm-bonn.org; Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14. April 2026; wortfilter.de, „Insolvenzen steigen: 1.919 Unternehmen im Januar 2026″, April 2026

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